| 2003.05.15. - Oderberger Str. 12 / Wohnungspolitische Selbsthilfe 1999 - 2004 | | Drucken | |
15.05.2003 - Oderberger Str. 12 / Wohnungspolitische Selbsthilfe 1999 - 2004Vorarbeiten und Sanierung (1999 - 2003)
Zeitgleich zum Abschluß des Erbbaurechtsvertrages mit der Eigentümerin hat der Verein bei der Senatsverwaltung für Stadtentwicklung in Berlin einen Antrag auf Förderung im Rahmen des Programms „Wohnungspolitische Selbsthilfe", ModInst RL 96 gestellt. Der Fördervertrag konnte im Jahr 2000 abgeschlossen werden. Das Förderprogramm sieht dabei vor, daß wenigstens 15% des Bauvolumens durch die Selbsthilfegruppe in Eigenleistung erbracht werden („Muskelhypothek"). Ausschlaggebend für die Entscheidung des Vereins, mit der Eigentümerin einen Erbbaurechtsvertrag abzuschließen und bei der Senatsverwaltung einen Antrag auf Förderung zu stellen, war die Überlegung, daß auf diesem Wege zunächst Arbeits- und später Wohnmöglichkeiten für obdachlose, ehemals obdachlose, arme und ausgegrenzte Menschen geschaffen werden. Außerdem wird dieses Vorhaben als weiterer Schritt der Institutionalisierung, Verstetigung und Nachhaltigkeit des Selbsthilfeansatzes des Vereins gesehen. Neben der Nutzung des Hauses durch Wohnungen und gemeinnütziges Gewerbe (Vereinsbüro und Trödelladen) ist die Schaffung von Gemeinschaftsflächen (hier: Ausbau der Durchfahrt des Quergebäudes) sowie eine Hofbegrünung ausdrücklich vorgesehen. Auch ist eine Solaranlage zur Energiegewinnung vorgesehen. Nach Fertigstellung der Sanierung voraussichtlich im Mai 2003 ist die Vermietung in Selbstverwaltung durch den Verein vorgesehen. Vorrangig ist dabei der Abschluß von Mietverträgen mit armen und ausgegrenzten Menschen, Obdachlosen, ehemals obdachlosen und von Obdachlosigkeit bedrohten Menschen. Weiterhin ist vorgesehen die Nutzung durch gemeinnütziges Gewerbe; das Vereinsbüro wird im Quergebäude einziehen, und im Souterrain im Vorderhaus ist ein gemeinnütziger Trödelladen des Vereins geplant. Nach Fertigstellung der Wohneinheiten im Vorderhaus und Quergebäude in Selbsthilfe durch die zukünftigen Bewohner bzw. Nutzer werden reguläre Mietverträge abgeschlossen. Ausschlaggebend dafür ist die Überlegung, in dem Haus keine Einrichtung der Obdachlosenhilfe zu schaffen, sondern integrierend zu wirken, indem normale Wohn- und Mietverhältnisse hergestellt werden. Durch die Anbindung an den Verein und durch gewachsene Selbsthilfestrukturen, aber auch durch die Einbeziehung von Betreuungsformen im Einzelfall können die Hilfeangebote gewährleistet werden, die im Einzelnen benötigt werden. Nach Fertigstellung der Wohneinheiten im Vorderhaus und Quergebäude in Selbsthilfe durch die zukünftigen Bewohner bzw. Nutzer werden reguläre Mietverträge abgeschlossen. Der Kreis der Selbsthelfer bildet sich aus Menschen, die über die Arbeit des Vereins „mob - obdachlose machen mobil e.V." und seiner Teilprojekte „strassen|feger" (Strassenzeitung), „Kaffe Bankrott" (Treffpunkt und Notübernachung), „Trödelpoint" (Trödel- und Wohnungseinrichtung) erreicht werden. Ihnen ist gemeinsam, daß sie arm und ausgegrenzt, häufig auch obdachlos oder ehemals obdachlos oder von Obdachlosigkeit bedroht sind. Hinzu kommen häufig eine Reihe weiterer Schwierigkeiten. Erläuterungen zur Finanzierung:
Ansprechpartner:
Jutta Welle, Dr. Stefan Schneider
mob - obdachlose machen mobil e.V./ der strassen|feger Prenzlauer Allee 87, 10405 Berlin mail: jutta.welle@strassenfeger-berlin.de; info@drstefanschneider.de Tel: 030 - 46 79 46 11 Fax: 030 - 46 79 46 13
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| Zuletzt aktualisiert am Dienstag, den 03. August 2010 um 21:44 Uhr |


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