| Schneider, Stefan: Kurz vor peinlich. Homestories zwischen Dokumentation und Fiktion. Berlin 2008 | | Drucken | |
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Mit dieser Art von Journalismus hat die vorliegenden Publikation nichs zu tun. Isabell Schenk-Weiniger von der Städtischen Galerie in Bietigheim-Bissingen, einer Stadt mit 45.000 Einwohnern nördlich von Stuttgart hat zusammen mit Wolfgang Zeigerer von der Stadtgalerie Kiel und Susanne Pfleger von der Städtischen Galerie Wolfsburg eine Aussttellung zusammengestellt, die an diesen drei Orten im Zeitraum vom Oktober 2006 bis zum September 2007 auch gezeigt worden ist. Gegenstand: Neben Nahrung und Kleidung ist Wohnen ein Grundbedürfnis des Menschen. Die Kontinuität der Sehnsucht, sich im häuslichen Bereich Sicherheit und Geborgenheit zu schaffen, zeigt sich darin, dass modische Begriffe wie »New Homing« oder »Cocooning« das traditionelle »My home is my castle« abgelöst haben. Über die Erfüllung primärer Funktionen hinaus sind die eigenen vier Wände ein idealer Projektionsraum für die individuellen Selbstentwürfe ihrer Bewohner. Eine spezifische Wohnsituation zeugt von einer bestimmten Lebensphase und einem bestimmten Lebenskonzept. Unser Bemühen um Individualität in der Gestaltung unseres Zuhauses, aber auch die Ansammlung alltäglicher Gegenstände verleiten dazu, diese Dingwelten regelrecht als Stellvertreter für die Person anzusehen. Dass sich in Einrichtung und Wohnform jedoch nicht nur der persönliche Geschmack, sondern auch die kulturellen, sozialen, politischen und ökonomischen Rahmenbedingungen spiegeln, macht die Auseinandersetzung mit der Thematik umso spannender. Obwohl inzwischen überkommene Lebensformen zunehmend infrage gestellt werden und vielfach über den modernen Menschen als Nomaden, der überall und nirgendwo zu Hause ist, sinniert wird, scheint Wohnen als Wert jedoch – vielleicht auch gerade deshalb – weiter zu steigen. Die Übersetzung von »home« in »Haus, Heim, Heimat« veranschaulicht die ganze Bandbreite des Begriffs. Künstlerinnen und Künstler: Quelle: Home Stories: Zwischen Dokumentation und Fiktion von Iasabell Schenk-Weininger, Oliver Kornhoff, und Kultur- und Sportamt Bietigheim-Bissingen Städtische Galerie von Verlag f. mod. Kunst (Unbekannter Einband - 9. November 2006) ISBN-10: 3939738018, 24,00 €. Kontakt: Weblinks:
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| Zuletzt aktualisiert am Sonntag, den 11. Mai 2008 um 11:29 Uhr |
Homestory? Unter einer Homestory versteht man im allgemeinen eine journalistische Gattung, bei der die private Seite einer prominenten Person dargestellt wird. Dies kann ein Text sein, eine Foto-Geschichte, oder ein Film. Homestories sind insbesondere im Boulevardjournalismus weit verbreitet. Die prominente Person wird in häuslicher Wohnumgebung portraitiert, bedeutungslose Details aus seinem Privatleben werden dargestellt. Eine Homestory erfüllt in der Regel mehrfache Bedürfnisse. So gibt ein allgemeines Interesse an den privaten Seiten von Stars und Prominenten. Durch das freiwillige Einverständnis zu Homestories versuchen einige Prominente, Paparrazzis zuvor zu kommen und die Informationen, die an die Öffentlichkeit dringen sollen, bewußt zu steuern. Gelegentlich werden Homestories auch inszeniert, weil sich Prominente, deren Image schlecht ist, bewußt zu verändern und schließlich besteht das Interesse der Medien in der Absicht, mit einer Homestory eine Quoten- bzw. Auflagensteigerung zu erzielen.
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