Guten Tag!

Wie es schon in der Begründung steht, ist die Margarethe Sommer Straße, die von der Danziger Str. abgeht und sich in unmittelbarer Nähe zum Volkspark Friedrichshain befindet,  in der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart wiederholt Ort für eine "wilde" Nutzung durch Wohnmobile, Caravans und Wohnwagen. Mit anderen Worten: Ein Stück alternativer Subkultur, die aber immer durch Räumung gefährdet ist. Mein Antrag ziehlt darauf, die Spiess umzukehren und zu sagen, hier wird eine Nutzung erkennbar, die weiter entwickelt werden muss.

Diesen Antrag wurde in der 10. Sitzung der Bezirksverordnetenversammlung  Pankow von Berlin am 24.10.2007 eingebracht und dann in die Ausschussberatung verwiesen. Die Beschlußempfehlung aus dem Ausschuß war mehrheitlich, diesen Antrag abzulehnen. Und das passierte dann auch: Auf der Fortsetzugn der 11. öffentlichen Tagung der Bezirksverordnetenversammlung Pankow von Berlin am  05.12.20078 wurde dieser Antrag mehrheitlich abgelehnt. Schade eigentlich.Die KollegInnen von meiner Fraktion kommentierten das so: Das politische Pankow sei noch nicht reif für diese zukunftsweisende Idee. Naja, mag es mal so sein.

Berlin, 14.01.2008, Stefan Schneider


Betreff: Margarethe Sommer Straße - Ein hervorragender Standort für Wohnmobile, Caravans und Wohnwagen
 
Die Bezirksverordnetenversammlung möge beschließen:

Das Bezirksamt wird ersucht, zu prüfen,

1. welche verwaltungsrechtlichen und planungsrechtlichen Schritte erforderlich sind, um die Margarethe Sommer Straße zu einem Standort für Berlin- und Pankow- Besucher zu entwickeln, die mit Wohnmobilen, Caravans und Wohnwagen kommen,

2. welche Dimensionierung zweckmässig wäre und ob ggf. weitere Flächen um die Margarethe Sommer Straße herum für eine solche Nutzung einzubeziehen wären, auch solche, die zu Kreuzberg-Friedrichshain gehören, und in welcher Form dies geschehen könnte,

3. welche Entwicklungs- und Betreibermodelle dafür in Frage kommen (kommunale Trägerschaft, Eigenbetrieb, private-public-partnership, privater Anbieter ect.), sowohl zur Finanzierung der Baukosten als auch zur Finanzierung der laufenden Kosten,

4. welche Medien dabei in welcher Form bereitzustellen sind
(Trinkwasser, Abwasser, Strom, Duschen, Toiletten, Müllenentsorgung, Internet-Zugang, Tourismus-Information usw.). und wie die Finanzierung erfolgen könnte (Abgeltung durch Standplatzgebühr oder Abgabe von Wasser, Strom usw. durch Automaten, Duschmarken usw.)

Begründung:

1. Es gibt eine nicht kleine Gruppe von Berlin- und Pankow- Besuchern, die mit Wohnmobilen, Caravans und Wohnwagen anreisen. Für diese gibt es in Pankow und insbesondere im innenstadtnahen Bereich, kein Angebot. Diese Gruppe ist aber aus unterschiedlichen Gründen (etwa: Tourismuswirtschaft) interessant. Der Bezirk Pankow sollte als weltoffener und toleranter Bezirk auch dafür Angebote haben.

2. Der Standort Margarethe Sommer Straße ist aus mehreren Gründen dafür optimal geeignet:
- zentrumsnahe Lage insgesamt,
- Nähe zum Volkspark Friedrichshain und damit zur Natur,
- Anbindung an Tramlinien und damit Verbindung zum Zentrum und zum Prenzlauer Berg,
- keine Wohnbebauung in unmittelbarer Nähe

3. In der jüngeren Vergangenheit und Gegenwart war die Margarethe Sommer Straße wiederholt Ort für eine "wilde" Nutzung durch Wohnmobile, Caravans und Wohnwagen.

Durch die Entwicklung eines ausgebauten Standortes für genau diese Nutzung und durch die damit verbundenen Infrastrukturmaßnahmen wird ein bestehendes Nutzungsinteresse aufgenommen, reguliert und qualifiziert.
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